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15.08.2013

Verband der Konferenzdolmetscher (VKD im BDÜ) feiert 2013 sein zehnjähriges Bestehen

Verband der Konferenzdolmetscher (VKD im BDÜ) feiert 2013 sein zehnjähriges Bestehen
Bildrechte/-quelle: VKD-BDÜ e.V.

Wenn wichtige Inhalte in fremden Sprachen vermittelt werden sollen und es um kleinste Nuancen geht, kommen bei Veranstaltungen weltweit die Profis aus dem Verband der Konferenzdolmetscher (VKD im BDÜ) zum Einsatz - so auch im Sportbereich. Für einige der insgesamt rund 500 Mitglieder des VKD dreht sich dabei vieles um das runde Leder: Sie sorgen beispielsweise bei Europa- und Weltmeisterschaften, bei Champions-League-Spielen und im Rahmen der Bundesliga für eine reibungslose Kommunikation zwischen Spielern, Medien und Fans.



Seit seiner Gründung am 4. Juli 2003 vertritt der VKD die Interessen seiner Mitglieder, organisiert Weiterbildungsveranstaltungen und berät sowohl Dolmetscher als auch Auftraggeber. "Der Zugang zum Dolmetscherberuf ist in Deutschland bis heute ungeregelt, die Berufsbezeichnungen "Konferenzdolmetscher" und "Dolmetscher" sind nicht geschützt", erläutert Ruth Kritzer, Vorsitzende des VKD. "Eine unserer wichtigsten Aufgaben als Verband besteht deshalb darin, uns für qualifiziertes und professionelles Dolmetschen bei Konferenzen aber auch in anderen Settings einzusetzen." Dazu klärt der VKD über das Berufsbild und die Bedeutung des Berufsstandes für Staat und Gesellschaft auf und setzt sich für angemessene Arbeitsbedingungen und Honorare ein. Gleichzeitig bietet er Auftraggebern Hilfestellung und vermittelt Kontakte zu Konferenzdolmetschern. "Ein weiterer Schwerpunkt unserer Arbeit sind die Nachwuchsförderung und die Verbesserung des Aus- und Weiterbildungsangebots", so Kritzer. Hatte der VKD bei seiner Gründung noch rund 170 Mitglieder, sind es heute mehr als 500. Diese vertreten insgesamt 34 Sprachen, von Albanisch bis Ungarisch, und sind in den unterschiedlichsten Themengebieten tätig. Diplom-Dolmetscher Klaus Ziegler, der zu den Gründungsmitgliedern des VKD zählt, hat sich u.a. auf den Bereich Sport - genauer gesagt Fußball - spezialisiert. Bei Pressekonferenzen und Kurzinterviews vor und nach den Fußballspielen ist er ebenso im Einsatz wie bei mehrwöchigen internationalen Veranstaltungen. Ein Tätigkeitsfeld ist für ihn die Fußball-Bundesliga. "Regelmäßig werden Bundesliga-Spieler aus dem Ausland überwiegend von öffentlich-rechtlichen Fernsehsendern in die regionalen Fernsehstudios eingeladen. Im Rahmen von zum Teil längeren Beiträgen werden die Stars zu fachlichen und persönlichen Aspekten ihrer Tätigkeit interviewt und somit ihren Anhängern näher vorgestellt", erläutert der 47-Jährige, der selbst mehr als zehn Jahre lang Fußball als Wettkampfsport ausgeübt hat. "Ausgebildete Konferenzdolmetscher übernehmen dabei die anspruchsvolle Aufgabe der Kommunikation zwischen dem Studiogast und dem Moderator sowie dem Publikum im Studio und an den Fernsehgeräten. Dabei sind sowohl perfekte Kenntnisse der nationalen und internationalen Fußballszene als auch die Fähigkeit zur kommunikativen Sprachmittlung gefragt, um für Fans, Spieler und Moderator immer den 'richtigen Ton' zu treffen."



Dabei ist Klaus Ziegler, der ins Deutsche und Spanische sowie zusätzlich aus dem Französischen und Englischen dolmetscht, bewusst, dass sich seine Arbeit nicht selten vor einem Millionenpublikum abspielt. "Dadurch entsteht ein spürbarer Druck, den ich aber für mich in positive Energie umwandeln kann", sagt er. Seit 1992 arbeitet Ziegler als freiberuflicher Konferenzdolmetscher und ist außerdem im Aus- und Weiterbildungsbereich aktiv: Seit 2004 bietet er Fortbildungsveranstaltungen an und arbeitet als Dozent, im vergangenen Jahr übernahm er zudem eine Professur für Übersetzen und Dolmetschen an der Hochschule für Angewandte Sprachen in München sowie die Leitung des MA-Studiengangs Konferenzdolmetschen. Und was macht die Tätigkeit als Konferenzdolmetscher für ihn bis heute reizvoll? "Es ist ein sehr vielfältiger Beruf, bei dem es keine Routine gibt. Wir befassen uns mit unzähligen Themengebieten, mit denen man sonst vermutlich nie in Berührung käme", fasst Klaus Ziegler zusammen und ergänzt: "Mit seiner eigenen Dienstleistung zum Gelingen einer Veranstaltung beitragen zu können, ist ein tolles Gefühl."






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